An-/Rückreise
Am Donnerstagmorgen früh haben wir unsere Reise ins Südtirol unter die Räder genommen.
Hindelbank – Klosters – Zernez – Ofenpass – Meran – Bozen.
Wir haben wunderbares Wetter erwischt und kommen super vorwärts. In Meran gibts einen kleinen Zwischenhalt mit Shopping, Mittagessen und Werkstattbesuch. Wir besuchen den Fabrikshop von Alps-Coffee Rösterei (eigentlich ja nichts für mich als Kaffee-Muffel) aber Marco brauchte Nachschub. Dann stoppen wir bei der Pircher Destillerie, wo ich mir dann drei verschiedene kleine Flaschen Likör gegönnt habe. Zum Schluss gabs noch einen exklusiven Besuch in der Taschenmanufaktur „olleTog“. Das Pendant zu Freitag-Taschen aus dem Südtirol, mit coolen Designs und auch Möglichkeiten von customized Artikeln.

Gegen 15 Uhr erreichen wir dann unsere Unterkunft in Bozen, ein B&B Hotel. Einfach, zweckmässig und preislich sehr gut für Olympische Spiele. Nun lassen wir das Auto für die nächsten 3 Tage stehen und wechseln auf den ÖV. Direkt beim Hotel hat es eine Bushaltestelle namens „Lama“. Von den spuckenden Paarhufern war aber weit und breit nichts zu sehen 😉 .
Am Abend mussten wir natürlich noch die ersten kulinarischen Entdeckungen machen. Es hat einige sehr gute Restaurants in der Innenstadt Bozens. Und so gab es jeden Abend, wenn auch zum Teil etwas spät, etwas feines zu Essen.



Der Heimweg am Sonntag ging dann in einem Schnurz durch, wieder auf der gleichen Route mit kleinem Zwischenstopp beim gelbem amerikanischen M in Sargans.
Freitag / Samstag Biathlon
Die Wettkampftage werden lange Tage. Für die Anfahrt von Bozen nach Antholz zur berühmten Biathlon Arena, welche auch jedes Jahr Weltcup-Station ist, muss man rund 3 Stunden rechnen und einiges an Geduld mitbringen. Wir starten am Morgen um 7:30 Uhr mit dem Bus.
Lama – Bozen Süd und ab dort mit dem Zug via Franzensfeste nach Olang/Antholz. Ab Olang Bahnhof geht es mit dem Olympia-Shuttlebus weiter in 2 Etappen. Zuerst Shuttle B bis zum grossen Parkplatz und Camping in Antholz und ab dort mit Shuttle A zum Biathlon Gelände, bzw. zum Schluss noch ein Fussmarsch von 15 Min. bis zum Eingang.
Es ist aber alles tiptop organisiert und klappt bestens, obschon man bis vor 4 Wochen noch keine Ahnung hatte was, wie, wo funktionieren würde. Frühzeitige Kommunikation ist nicht gerade die Stärke der Italiener bzw. Südtiroler. 🙂
Um 11 Uhr treffen wir ein und müssen noch die Zeit überbrücken bis zum Start des Rennens und 14:00 Uhr bzw. 14:45 Uhr. Das ist aber kein Problem im fixen grossen Festzelt. Nebst Verpflegung wird sogar live Musik geboten – ganz im Südtiroler Stil mit moderner Volksmusik.
Auch im Stadion selber wird das Publikum mit live Musik bis 45 Min. vor dem Start unterhalten.

Beim Ticketkauf muss man sich entscheiden, ob man auf der Haupttribüne stehen möchte oder sich irgendwo auf der Strecke installiert. Wir haben Tickets für die Haupttribüne mit einem super Überblick über die ganze Anlage. Man sieht die SportlerInnen starten, beim Schiessen, auf einer allfälligen Strafrunde und auch beim Zieleinlauf. Allerdings braucht es beim Sprint, die beiden Events welche wir besuchten, recht viel Konzentration und eine schnelle Auffassungsgabe um nichts zu verpassen.



Die Stimmung auf der Anlage ist wirklich cool. Es hat rund 19’000 Fans welche ihre Länder anfeuern. Stark vertreten sind logischerweise die Italiener, aber auch Deutsche und Norweger hat es extrem viele. Ich schreie mir für die SchweizerInnen die Stimme heiser, und kann damit auch ein paar Deutsche nerven. Das wars dann auf jeden Fall Wert 😉
Chancen auf eine Medaille haben unsere Biathleten leider keine. Aber es ist trotzdem aufregend und spannend und das Olympiafeeling ist auch da.
Bei der Rückfahrt nach Bozen ist dann noch mehr Geduld gefragt. Es wollen halt alle aufs Mal wieder nach Hause. Es führt nur eine Strasse aus dem Tal raus, und da stecken auch die Shuttlebusse im Verkehr fest, wie alle anderen auch. Hätte man sicher noch besser planen / organisieren können, aber das ist jammern auf hohen Niveau. Ausserdem hatten wir Glück und eigentlich immer einen Sitzplatz. Hätte man in Bus und Zug stehen müssen, wärs dann echt mühsam geworden. Es reicht dann zeitlich gerade noch für ein spätes Znacht in Bozen und dann ab ins Bett.


