wie verbringe ich “Freizeit” in der Bubble

Wie das Wort Bubble schon verratet befindet sich ja die gesamte Olympia-Organisation, und dazu gehöre auch ich als Journalist, in einer hermetisch abgeriegelten Blase. Man kann sich das aber nicht wie den Europapark vorstellen, wo es nur einen Eingang/Ausgang gibt, sondern es ist eine Verkettung von Miniblasen. z.B. mein Hotel ist so eine Miniblase, umgeben von Stahlzäunen (meist hübsch blau getarnt) und Polizisten am Tor, damit kein Unberechtigter rein oder raus kann. Oder das Hockeystadion ist natürlich auch Eine. Nur die offiziellen Fahrzeuge haben Zugang (so wie die Shuttle-Busse oder Games-Taxis). Und so transportieren einem diese von Miniblase zu Miniblase. Mehr ist nicht möglich – keinen Laden oder Restaurant besuchen oder sonst irgendwo anhalten. Kein Sightseeing!

Zaun und Tor ums Yulong Hotel

Und da ist die Frage naheliegend, was man machen kann, sollte man Freizeit haben.
Die logischste Antwort ist, und deshalb bin ich schliesslich auch hier und nicht bei einer Hockey-WM, sich andere Sportarten anzusehen. Und das versuche ich bisher so fleissig wie möglich. Ich konnte bereits die beiden anderen Cluster in den Bergen besuchen. In Yanqing, wo die Alpinen Skiwettbewerbe stattfinden und der Eiskanal steht, war ich bereits am Sonntag. Musste aber ohne die Herrenabfahrt zu sehen wieder zurückfahren. Spannend war es trotzdem.

Vorgestern machte ich dann einen Ausflug nach Zhangjiakou. Dort finden die restlichen Disziplinen auf Schnee statt. Langlauf, Biathlon, Skispingen und alles was mit Snowboard und freestyle Ski zu tun hat. Ich habe mir zuerst das Boardercrossrennen der Herren angeschaut und anschliessend die Skisprungschanze von weitem gesehen und das Langlaufstadion besichtigt (ohne Wettbewerb). Zur mehr hat die Zeit nicht gereicht. Ein Abstecher ins örtliche Medienzentrum musste natürlich auch sein.
Speziell zu diesem Ausflug gehörte auch die Zugsfahrt mit max. 349 Km/h.

Dazwischen nutzte ich einen Morgen um bei der BigAir Anlage vorbeizuschauen. separater Blog.
Diese befindet sich ebenfalls Mitten in Peking, in einer Industriezone. Da konnte ich ebenfalls einen Wettbewerb mitverfolgen.

Ich hoffe, es reicht noch für ein paar “Eis-Sportarten” wie Curling, ShortTrack oder Eisschnelllauf. Mal sehen…

Und die Zweite Antwort auf die obige Frage wäre: sich genügend Schlaf gönnen. Vergnügungsmöglichkeiten sind dünn gesäht bzw. inexistent. Also ist schlafen eine gute und gesunde Alternative 😉
Bei den Athleten sind das anders aus. Die haben im Olympia Village mehr Abwechslung, aber das mag ich ihnen auch gönnen. Schliesslich will/muss ich keine Goldmedaille gewinnen!
Dafür fehlt ihnen wahrscheinlich mein reichlicher Schweizer Schoggi Vorrat auf dem Zimmer. Was auch etwas Wert ist… 🙂

Und sonst kann ich ja die Zeit für meine Blogs nutzen 😉

Ein Kommentar

  1. Tönt aber trotzdem echt spannend. Gibts in den Blasen keine Restaurants?
    Jetzt gibts ja eh erst mal den Halbfinal und dann den Final der SCHWEIZER Hockeyfrauen….
    Weiterhin tolle Erlebnisse

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